Hauptthesen

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Probleme verbinden sich mit unangenehmen Gefühlen, im weitesten Sinne mit Schmerzen. Die Grundlage von Schmerzen sind (psychische) Verletzungen. Diese wiederum sind Traumata. Also sind psychische Probleme Traumata. Ohne psychische Verletzungen gäbe es keine psychischen Probleme.

Manche Erfahrungen können nicht zeitnah, noch nicht integriert werden, weil sie mit den derzeitig gegebenen Ressourcen nicht passend in die Lebensgeschichte integrierbar sind. Sie führen zu nicht verarbeiteten Erfahrungen. Diese sind/werden dissoziiert und daraus entstehen Probleme.

Psychische Probleme beruhen auf Traumata. Traumata sind Entwicklungsbrüche. Bestimmte Ereignisse/Erlebnisse sind nicht integriert worden. Der Betroffene dissoziiert mit und in entsprechenden Bereichen sich von sich selbst oder der Welt.

Traumata (psychische Verletzungen) sind nicht etwas Außergewöhnliches, sondern anscheinend normaler (und unabdingbarer?) Bestandteil des Lebens. Sie sind jedoch in ihrer Stärke von kaum bemerkbar bis hin zu tödlich sehr unterschiedlich. Es ist also sinnvoll, danach zu schauen wie man ihre Auswirkungen verringern und mit ihnen produktiv umgehen kann; weniger nützlich ist es, sie als etwas außergewöhnliches darzustellen oder als etwas, was man vermeiden kann.

Dissoziierte (Persönlichkeits-) Anteile entwickeln sich nicht (oder nur verzögert?) weiter. Die Anteile werden (in der Zeit) verrückt.

Traumata sind nicht nur behindernd und negativ, sondern können auch Entwicklung fördernd und positiv gesehen werden.

Da Traumata als Entwicklungsbrüche etwas mit Zeiten und Kontexten in denen sie stattfinden zu tun haben, macht es Sinn sich auch näher mit Entwicklung zu beschäftigen. Darum hier meine Grundannahmen dazu:

Entwicklung ist Leben und umgekehrt. Sie ist gerichtet.

Sie findet in Schritten und auf Stufen statt.

Alle Entwicklungsschritte setzen sich aus bestimmbaren und sich wiederholenden Teilschritten, also aus Mustern zusammen.

Sie findet in Holonen statt, die sowohl ein Ganzes, als auch Teile von Systemen sind und ebenso wiederum aus Teilen bestehen.

Leben besteht nicht aus sich gegenseitig ausschließenden Dualitäten, sondern aus gerichteten Bewegungen auf entsprechenden Kontinua.

Veränderung ist normal, Kontinuität eher fragwürdig.

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